
Tag des Flüchtlings: Was passiert mit dem Recht auf Schutz?
Am 2. Oktober ist Tag des Flüchtlings. In diesem Jahr fällt der Aktionstag in eine Zeit, in der sich die europäische Flüchtlingspolitik grundlegend verändert.
Seit Juni gilt das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS). Asylverfahren sollen beschleunigt und stärker an den EU-Außengrenzen durchgeführt werden. Gleichzeitig hat die EU neue Regeln für Rückführungen auf den Weg gebracht. Sie ermöglichen künftig auch sogenannte Rückkehrzentren in Drittstaaten.
Was bedeutet es, wenn Schutzsuchende nicht nur an den europäischen Außengrenzen, sondern auch außerhalb der EU in Verfahren und Rückkehrstrukturen geraten? Das italienische Modell in Albanien zeigt bereits, wie umstritten diese Entwicklung ist. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dort unter anderem die Haftbedingungen, die eingeschränkte Kontrolle und den erschwerten Zugang zu Rechtsschutz.
Flüchtlingspolitik darf nicht nur danach beurteilt werden, wie schnell Menschen zurückgeführt werden. Entscheidend ist auch, ob Schutzsuchende Zugang zu einem fairen Verfahren haben und ihre Menschenrechte gewahrt bleiben.
Am 2. Oktober sind wir von „Brücken bauen“ auf dem Trierer Hauptmarkt dabei. Gemeinsam mit anderen Akteur_innen wie zum Beispiel dem Multikulturellen Zentrum wollen wir informieren, diskutieren und darüber ins Gespräch kommen, wie eine Flüchtlingspolitik aussehen kann, die Schutz, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt.
Wann: 02. Oktober 2026 ab 13 Uhr
Wo: Hauptmarkt Trier
